| Vitamin D |
Vitamin D - CalciferolCalciferol Nach dem Verzehr von Lebensmitteln mit Provitaminen, werden
diese in der menschlichen Haut unter Sonneneinstrahlung zum
eigentlichen Vitamin D (Cholecalciferol) umgewandelt. Die
Vitamin-D-Versorgung durch Sonneneinstrahlung beträgt
nach Schätzungen 80 bis 90 % (10 Minuten intensive Sonne
auf Gesicht und Hände reicht täglich aus, im Sommer
erreicht die Versorgung nahezu 100 %). Die Funktionen des
Calciferols sind: Regulation des Calcium- und Phosphathaushaltes,
Erhöhung der Calciumaufnahme im Darm, Mobilisierung von
Phosphat und Calcium aus Knochen sowie Mineralisation von
Knochen, Rückaufnahme von Calcium und Phosphat in der
Niere. Vitamin D ist reichlich in tierischen Lebensmitteln
enthalten:
Bei Milch und Butter ist der Gehalt von der Jahreszeit abhängig, da das Provitamin in der Haut von Kühen mit Hilfe der Sonneneinstrahlung, die im Sommer intensiver ist als im Winter, in Vitamin D umgewandelt wird. Vitamin D wird durch Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln in seiner Aktivität nicht beeinflußt. Es ist während der üblichen Garzeiten bis 180 °C hitzestabil. Da Vitamin D im Körper selbst gebildet werden kann, muß es nicht unbedingt mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Säuglinge, Schwangere und Stillende liegen bei 10 µg Vitamin D pro Tag und für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei 5 µg Vitamin D. Nach Aussage der DGE ist eine kontinuierliche Prophylaxe (zur Vorbeugung gegen Rachitis) im Säuglingsalter notwendig, da die Vitamin-D-Gehalte von Frauenmilch und Kuhmilch für eine Deckung des Bedarfs keinesfalls ausreichen. Ein Vitamin-D-Mangel führt langfristig zu Gewebeveränderungen der Knochen und des Nervensystems, z.B. zu Rachitis bei Säuglingen und Kleinkindern und zu Osteomalazie bei Erwachsenen. Durch eine starke Überdosierung von Vitamin D wird eine Anhebung der Calciumkonzentration im Blut ausgelöst, die als "Hypercalcämie-Syndrom" zu schweren Organstörungen mit folgenden Erscheinungen führen kann: häufiges Wasserlassen und Durst, Übelkeit und Erbrechen, Nierensteine und Niereninsuffizienz. |
Diese Informationen sind nach bestem Kenntnisstand erstellt, die Angaben jedoch ohne Gewähr! Selbstmedikation ist in jedem Falle nicht angeraten, bitte immer Ihren Arzt oder ggfs. Apotheker fragen!