| Jod durch Milch |
Bessere Jodversorgung durch MilchForscher der FAL tragen dazu bei, dass die EU-Kommission die Höchstgrenze für Jod in Futtermitteln anpasst. Jod
gehört zu den Spurennährstoffen, mit denen viele Menschen nicht
ausreichend versorgt sind. Neben der Jodierung von Speisesalz und
verschiedenen anderen Lebensmitteln ist es auch möglich, die
Jodversorgung von Menschen zu verbessern, indem Jod dem Futter von
Nutztieren in bedarfsübersteigenden Mengen zugesetzt wird. Dadurch kann
der Jodgehalt von Lebensmitteln tierischer Herkunft erhöht werden.
Wissenschaftler haben nun die Möglichkeiten und Grenzen der
Jodanreicherung in Lebensmitteln tierischer Herkunft bewertet. Veröffentlicht am: 09.03.2006 Am Institut für
Tierernährung der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in
Braunschweig wurde der Einfluss unterschiedlicher Jodzugaben im Futter
auf die Jodkonzentration in Kuhmilch und anderen Lebensmitteln
untersucht. Vor allem der Jodgehalt von Milch konnte deutlich erhöht
werden, was die Frage nach sinnvollen Höchstgrenzen aufwarf. Denn auch
ein Jodüberschuss kann sich negativ auf den Schilddrüsenstoffwechsel
auswirken. Für Vorschulkinder liegen die Empfehlungen zur Jodzufuhr bei
40-80 µg/Tag, für Schulkinder bei 100-200 µg/Tag. Erwachsene sollten
180-200 µg/Tag zu sich nehmen; jedoch sollte die maximale Aufnahmemenge
300-450 µg/Tag (Schulkinder) bzw. 600 µg/Tag (Erwachsene) nicht
überschreiten. |
Diese Informationen sind nach bestem Kenntnisstand erstellt, die Angaben jedoch ohne Gewähr! Selbstmedikation ist in jedem Falle nicht angeraten, bitte immer Ihren Arzt oder ggfs. Apotheker fragen!