Asthma ist eine chronische Entzündung der Lunge, die zu anfallsweiser Luftnot infolge einer Verengung der Atemwege führt. Rund 5 Prozent der Erwachsenen und sieben bis zehn Prozent der Kinder leiden darunter. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann sich positiv auf die Erkrankung auswirken - und hat viele weitere positive Auswirkungen.

Ballaststoffe - ein essenzieller Bestandteil gesunder Ernährung

Früher hielt man Ballaststoffe für überflüssige Nahrungsbestandteile, heute weiß man von vielen erfreulichen Wirkungen auf Darmgesundheit und eine Vielzahl von Krankheiten. Nun hat eine Studie des Forscherteams um Lisa G. Wood vom Hunter Medical Research Institute in Newcastle ergeben, dass sich Asthmatiker ballaststoffärmer ernähren.

Die Untersuchung umfasste 137 erwachsene Nichtraucher mit schwerem Asthma und 65 gesunde Teilnehmer. Es zeigte sich, dass sich die Asthmatiker sich fettreicher und ballaststoffärmer ernährten als die Kontrollgruppe. Weiterhin fiel den Forschern auf: Je fettiger die Mahlzeiten und je geringer der Ballaststoffanteil der Ernährung war, desto schlechter fiel die Lungenfunktion der Asthmatiker aus und desto höher waren die Entzündungszeichen. Zwar sei es den Wissenschaftlern zufolge auch möglich, dass die Erkrankung zu diesem schlechteren Essverhalten führe, die umgekehrte Ursache-Wirkung-Beziehung hielten sie aber für wahrscheinlicher.

Genaue Wirkungsweise noch unbekannt

Ein möglicher Erklärungsansatz lautet: Die ballaststoffreiche Ernährung sorgt für eine gesunde Darmflora, diese stärkt das Immunsystem und dieses kann dadurch besser die asthmatischen Entzündungen bekämpfen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät zu der Nahrungsaufnahme von mindestens 30 g Ballaststoffen pro Tag. Diese Empfehlung ist durch eine tägliche Portion Salat (z.B. 75 g), Gemüse ( z.B. 200 g) und 1 bis 2 Stück Obst (200 bis 250 g) zu erreichen.

Link zur Studie

Allergien: Verbreitung weltweit


Mehr Statistiken finden Sie bei Statista