Immer mehr Studien belegen (scheinbar) eine positive Botschaft: Die tägliche Einnahme von Acetylsalicylsäure (kurz ASS) reduziert das Risiko an Krebs zu erkranken, senkt die Schwere der Herzerkrankung und schützt auch noch vor Herzinfarkt.

Der Wirkmechanismus dieser Zusammenhänge liegt noch im Dunkeln. Es wird vermutet, dass ASS gegen Entzündungen im Körper wirkt, und diese werden für einen Vielzahl von Gebrechen verantwortlich gemacht. Darüber hinaus hat ASS natürlich auch Nebenwirkungen, als Blutverdünner kann es zum Beispiel zu schweren Blutungen führen.

In einer aktuellen Metastudie wertete das Team um den Onkologen Peter Rothwell von der University of Oxford die Ergebnisse von acht verschiedenen Einzelstudien aus. Die gesamte Teilnehmerzahl der 8 Studien betrug mehr als 25.000 Teilnehmer. Dies sei Aussagen der Forscher ist die erste Menschenstudie, die beweist, dass Aspirin die Sterblichkeitsrate bei mehreren Krebserkrankungen senkt. Die Auswertung der Daten ergab, dass unter jenen Studienteilnehmern, die mindestens vier Jahre lang täglich eine geringe Dosis ASS (75 Milligramm) zu sich genommen hatten, das Risiko für einen Krebstod um 21 Prozent geringer war als in der Placebogruppe. Zudem sei die Sterblichkeitsrate für viele Krebsarten gesunken: Speiseröhrenkrebs minus 60 Prozent. Dickdarmkrebs minus 40 Prozent, minus 10 Prozent für den Krebs an der Prostata und 30 Prozent bei Lungenkrebs.

Die Resultate sollen aber gesunde Menschen keinesfalls dazu ermuntern, »sofort mit der täglichen Einnahme von Aspirin zu beginnen«, sagte der Studienleiter Rothwell. Zu unklar sei die Gesamtauswirkung auf die Gesundheit des Menschen.

Immer wieder werden wird in Zusammenhang mit diesen Studien auf die nachgewiesene gesundheitserhaltende Wirkung von gesunder Ernährung und täglicher Bewegung hingewiesen.

In einer Studie an chinesischen Teilnehmern wurde entdeckt, dass Clopidogrel (ein Plättchenhemmer) die Schlaganfall-Schutzwirkung von ASS unterstützt.

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